Indonesia-traveler

Monday, November 20, 2006

Malang

Ende September bin von ich einer Studentenorganisation hier eingeladen worden um mit ihnen, etwa 40 Leute, nach Malang zu fahren. Das ist eine kleinere Stadt etwa 3 Stunden von Surabaya. Der Grund war um neue Mitglieder zu integrieren. Und wie integriert man am besten neue Mitglieder? Indem man ein Wochenend-Fun-Seminar, auf Neudeutsch Outbound, veranstaltet. Man wird also mit der ganzen Bande in den „Dschungel“ gefahren, schläft auf hartem Boden mit alle Mann zusammen und macht tagsüber Spielchen. Zum Beispiel durch einen Fluss waten, oder mit verbundenen Augen durch ein Labyrinth sausen oder versuchen ohne Einsatz der Hände einen mit Wasser gefüllten Luftballon zu tragen (siehe Video). Hätte nie gedacht, dass mir das soviel Spaß macht, hat es aber! Es war ein richtig lustiges Wochenende und ich hab wieder viele neue Leute kennen gelernt. Wir sind also Samstags morgens an der Uni in einen Bus gestopft worden und los gings. Eine 2 Stunden Fahrt hat dann knapp Stunden gedauert. Denn die gute Strasse ist wegen der Schlamm-Flut in Sidoarjo nahe Surabaya völlig unbrauchbar geworden. Diese Schlammflut ist euch vielleicht bekannt durch die Medien in Europe. Da hat der nette Sohn des ehemaligen Präsidenten Indonesiens Soeharrto nach Öl bohren wollen und was da rauskam war nicht schwarzes Gold sondern Unmengen brauner Schlamm. Ein ökologisches und ökonomisches Desaster. Tausende Familien mussten zwangsevakuiert werden. So wurde mir es jedenfalls beschrieben. So kamen wir nachmittags in Malang an. Ein paar halbfertige Betonbuden in einer Dschungelähnlichen Umgebung. Und in der größten haben wir dann alle unser Lager aufgeschlagen. Ohne Fenster. Das sollte uns dann in der Nacht beschäftigen. Denn Nachts war es im höher gelegenen Malang doch sehr kühl. Ich hatte damit aber keine Probleme dank Rene, der mir sein Schlafsack geliehen hat. Ich war also als einziger gut ausgerüstet. Deutsche sind halt immer auf alles vorbereitet, hehe. Aber an richtigen Schlaf war sowieso nicht zu denken. Man kann sich sicher noch an die Schulfahrten erinnern. Nur dass man nicht mit 4 oder 5 Leuten auf einem Zimmer liegt sondern mit 40. Entsprechend „gesprächig“ war die Nacht. Kennen-lern-spielchen (Saya nama Roman. Akku 24 years old, akku dari Jerman dan akku Bule Gila … wahnsinniges Gelächter / Mein Name ist Roman, 24 Jahre alt aus Deutschland und ein verrückter Bule) wurden gespielt und ein dickes Feuer, mit Hilfe von Unmengen von Spiritus, entzündet. Am nächsten Morgen gings früh raus und unter die „Dusche“. Scheisse, Wasser das maximal 13 Grad hatte. Aber das warme Mandi bekommt man ja nirgends. Nur hier in Surabaya hat das Wasser wenigstens noch humane 18 oder 19 Grad. Und dann eben beschriebene Spielchen. Durch den Bach waten, oder diverse Augen verbinden und irgendwas machen. Hat schon Böcke gemacht. Und nachmittags wurde ein Geburtstag gefeiert. Geburtstag feiern hat hier traditionell dreckige Züge. Das Geburtstagskind wird mit allen möglichen Sachen beworfen. In unserem Fall mit Litern von Wasser eingeseift und mit mindestens nem halben Kilo Mehl abgeschmeckt. Dann kam auch schon wieder der Bus. Der wollte uns aber nicht nach Hause bringen wenn wir nicht Mehr bezahlen als zuvor abgesprochen. Welcome to Indonesia. Hehe.


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