Indonesia-traveler

Sunday, December 24, 2006

Schwupps

Hallo Ihrs. Wollte nur mal euch allen ein schoenes, wenn auch wahrscheinlich nicht weisses Weihnachten wuenschen. Bei mir ist es etwas schwer mit dem Feiern. Bin in einer muslimischen und sehr, sehr netten Familie in Borneo unter. Habe mir gestern uebrigens nen kleinen Sonnenbrand auhm Arm zugezogen vom "Arm ausm Fenster baumeln lassen". Naja Also, labt euch am reichhaltigen Buffet, erholt euch vom Einkaufsstress, bereitet euch auf den Umstauschstress vor und ueberhaupt. Ich chille derweil....

Monday, December 18, 2006

Ein Abend mal anders

Du stehst in einem nobelverziertem, grossflaechigem Raum, der nur spaerlich mit Menschen gefuellt ist. Blitze zucken und Stroboskoplichter, die gruene, blaue und rote Pfeile scheinbar wahllos durch den Raum jagen, zwingen deine Iris zu gewagten Ausweichmanoevern. Ohnehin kaempfst du mit deinem, durch Schweiss an den Koerper geklebten T-Shirt, wie nach der 11ten Runde eines Boxkampfes. Tribut an das Klima, denkst du. Tatsaechlich bist du lange nicht mehr laenger als 5 km gelaufen. Dies haengt zum Einen mit dieser tropischen Hitze zusammen und zum Anderen mit dem Umstand, jede noch so kleine Strecke gefahren zu werden, als ginge es darum die letzten Tage dieses Planeten im beissenden Qualm des vermeintlichen Fortschrittes zu ersticken. Heute jedoch musstest du laufen, nicht als ginge es um dein Leben, nein, eher in der Traegheit eines Reptils, das auf einem Stein lungert in froher Erwartung der ersten waermenden Sonnenstrahlen des anbrechenden Tages. So bewegstest du dich auf die Rungkut zu, einer nicht alzu enfernten Schnellstrasse. Auf dem Weg hoertest du unentwegt “Misterrrrrrr!” als gaebe es fuer jeden Ausgesprochenen 1000 Rupiah zu verdienen. Du stelltest dich an den dunklen Strassenrand in froher Erwartung auf das Bemo, diesen oeffentlichen Kleinbus, der zu jeder Tag- und Nachtzeit vollgestopfter mit Menschen ist, als die BILD mit grobem Unsinn, und doch jede Fahrt das Abenteuer verspricht, das du dir hier wuenschtest. Nachdem du dich durch die 1m x 50cm kleine Oeffnung in die klaustrophobische Enge des Bemos begeben hattest und deinen allzubreiten Hintern auf eine dieser kleinen Pritschen quetschtest verspuehrtest du ein merkliches Gefuehl von Zufriedenheit. Neben dir eine, in bunte Tuecher geschlungene, rundleibige Frau, die sich an ihre Einkaeufe klammert, dir gegenueber ein buddhistisch zufrieden dreinblickender Strassenmusiker mit Zaehnen so gross wie die eines ausgewachsenen Saebelzahntigers und einer Gitarre, die noch aus Bob Dylans Anfangstagen stammen koennte. So rastest du wahnwitzig schnell durch die naechtliche Stadt gen Zentrum. Und nun stehst du hier, leicht verloren, in dieser ganz anderen Welt. Auf der Buehne wird gerade ein Malayische Band angesagt. Du bestellst dir ein kuehles Bier. Angeregt lauschst du dieser Band, deren Musik dir vorkommt als sei es das Baby von Vaeterchen Radiohead und Muetterchen Muse, die mal ins Bett gestiegen sind ohne ueber Verhuetung nachzudenken. Es gefaellt dir! Solange bis du von einem Freund zwei Knalltueten vorgestellt wirst. Freundlich wie du bist initiierst du ein Gespraech waehrend dem du aber sehr schnell festellst, dass du deine Zeit weit unter Wert verhoekerst. Waehrend jeder rednerischen Pause, in der du dich verzweifelt wieder der Band zuwendest, fragst du dich was fuer eine bloede Frage sie sich als naechstes ausdenken um dich zu nerven. Mit einem fiktiven Gang auf Toilette entziehst du dich der Quasselei. Auf dem Weg zurueck wirst du Kumpels treffen, mit denen du den Rest des Abends verbringst. Wieder draussen angelangt, schwingst du dich, angeheitert durch die gute Musik des Abends, in den nicht entfernt parkenden, alten Jeep deines Kumpels, in dem du dir immer vorkommst du wuerdest gerade einem feuerroten Ball hinterher jagen, der mit der endlosen Weite der Sahara zu verschmilzen scheint, so sehr errinert er dich an einen Jeep mit dem die Wueste zu durchqueren sich lohnte. Doch in diesem Moment rollt ihr eher durch ein staehlernes, uebel Abgas geschwaengertes Meer von anderen Jeeps, asiatischen Kleinwagen und hupenden Rollern. Nach etwa einer Stunde haltet ihr an der Strasse und macht es euch in einem, mit einer Plastikplane ueberdachten, Bretterverschlag, gemuetlich. Du bestellst einen Kopi, diesen Kaffee der mehr Zucker zu enthalten scheint als jenes schwarze Gold, aber ausgezeichnet schmeckt, als es Wolkenbruchartig anfaengt zu schuetten. Das alles um uns herum wegzuschwimmen scheint wird eher mit Desinteresse als mit Aufregung aufgenommen. Immer wenn die Plane sich bedrohlich absenkt und zu bersten droht, sticht der Inhaber routiniert mit einem Stock darunter und der Regen laeuft literweise ab. Den Rest der Nacht verbringt ihr damit auf einen 10cm x 10cm Schwarz/weiss Fernseher zu starren. Es laeuft ein chinesischer Trashfilm. Du fuehlst dich selig!

Monday, December 04, 2006

Kommentare

Hallo Leute. Aus heiterem Himmel muss ich auf einmal die Kommentare bestaetigen. Donno Y? Keine AHnung warum? Das habe ich jetzt auf jeden Fall gemacht und hiermit bedanke ich mich auch fuer die netten Gruesse. Achja bezueglich Schlammlawinen und Explosionen in Sidoarjo, Naehe Surabaya. Das bekommt man hier nicht mit. Was eine halbe Stunde entfernt ist, interessiert die algemeine Meinung nur noch wenig. Uebrigens war meine Meldung ueber die Regensaison voreilig. Es giesst alle 2, 3 Tage mal, aber das ist nicht die Regenzeit, die man hier als solche bezeichnet. Ueberdies ist die Saison laengst ueberfaellig. Theoretisch haette es schon Anfang November anfangen muessen. Man nimmt allgemein an, dass Schamanen den Regen hier aufhalten damit eben dort in Sidoarjo kein Natur- und menschliches Desaster entsteht.. Also bis denne