Indonesia-traveler

Monday, November 20, 2006

Bali und Co.

Yuhuuu. Roman fliegt nach Bali. Nicht ohne Vorkehrungen zu unternehmen. Ein netter Kumpel von mir, der aus Bali kommt hat dort Freunden bescheid gegeben, das ein Bule kommt und sie doch bitte ein Auge auf mich werfen sollen. So wurde ich also am Flughafen von Agatha abgeholt. Sie lebt in Denpasar (Hauptstadt von Bali) und arbeitet in Kuta (Hauptvergnügunsmeile auf Bali). Sie hatte mir auch schon eine billige Unterkunft in Kuta besorgt wo Sie mich dann untergebracht hat. Abends ein paar Flaschen Bier am Strand gezischt. Kuta ist wie gesagt eher touristische Vergnügungsmeile und Landschaftlich nicht besonders attraktiv. Übrigens auch der Ort an dem 2002 die Bombe hochgegangen ist. Habe also die ersten 3 Tage dort tagsüber am Strand gechillt mir die Sonne auf den Wanst scheinen lassen, abends gefeiert und überhaupt Gott nen lieben Mann sein lassen. Nach 3 Tagen wurde es mir dann doch zu bunt und musste raus. Wenn man den Touris da in die Augen sieht wird mir immer klarer, dass Pauschalurlaub für mich nichts ist. Zumindest nicht bevor Ich alt, dick und Monetenschwer bin Hahaha. Verbringen den Urlaub in ihren Liegen und abends das obligatorische Restaurant mit leerem, gelangweilten Blick. Und das auf dieser aufregenden, paradiesischen Insel. Naja, jede Jeck is anders wa. Habe mir also Agathas Kollegin (Ayu) und ihr Moped geschnappt und bin nach ZentralBali geheizt. Genauer gesagt nach Ubud. Haben uns dann bei ihrer Familie einquartiert. (Siehe Fotos). Balinesisches Haus mit eigenem Buddhistischen Tempel. Habe dann meine ersten Balinesischen Wörter gelernt. Suksema bli (Danke Bruder). In Indonesien spricht man bekannte und unbekannte Menschen in vier Versionen an. Mbak ( Schwester, jüngere Frauen), mbuk (Mama, ältere Frau), mas (Bruder, jüngerer Mann oder Kumpel), mpak (Papa, älterer Mann). An den Bedeutungen merkt man, dass es ein sehr kollektivistisches miteinander ist. Irgendwie ist jeder ein Bruder oder ne Mama. Daneben gibt es aber etwa 150 Regional Sprachen in Indonesien. Bli ist das pendant zu mas in Bahasa Bali (der Sprache in Bali). Soviel in der Kürze. In und Ubud gibt es eine wahnsinnige Landschaft. Unmengen von wunderschönen Reisfeldern. Und fast jede Strasse hat einen eigenen Buddhistischen Tempel. Das gilt übrigens für Bali generell. Bin dann mit dem Bruder von Ayu tagsdrauf in und um und Ubud herum gefahren. Auch zu einem richtig fetten Tempel. Da habe ich mich dann in einen traditionellen Rock geschmissen. Um nicht aufzufallen, Haha. Und habe einen traditionellen Markt in Ubud besucht. Dort habe ich mich dann mit schönen Ketten versorgt. Eine ist mittlerweile schon kaputt. Naja, schade drum. Und Bananen habe Ich gegessen. Wahnsinnanen besser gesagt. Eher klein aber jetzt ich wie diese gelben krummen Dinger wirklich schmecken. Traumhaft süß. Einfach lecker. Wiederum tags drauf bin ich dann mit Ayu nach Lombok gereist. Wir sind mit dem Moped nach Padang Bai. Der Hafen um von Bali nach Lombok zu fahren. Ab auf die Fähre und los gings. Punkt 12 Uhr habe ich dann meinen Geburtstag auf eben jener Fähre gefeiert. Es war so unspektakulär, dass ich es beinah vergessen hätte. Habe mir einen Kaffee gegönnt, denn es war ziemlich windig und relativ kühl auf der Fähre. Dann in der Nacht einelaufen in Lombok. Hatte ein gutes Gefühl in den Armen. Immer wenn ich Vorfreude habe kribbelt es in den Armen. War irgendwie selig auf der Fähre. Der Papa von Ayu, der in Lombok wohnt hat uns dann mit seinem Jeep abgeholt. Am nächsten Tag war Idul Fitri. Die Woche nach Rammadhan wird sehr ausgiebig gefeiert. Man besucht seine Familie. Meißtens das älteste Familienmitglied. Naja auf jeden Fall habe ich in den nächsten zwei Tagen sehr viele Leute mit Ayu und deren Vater auf Lombok besucht. Und überall gabs lecker und viel zu viel traditionelles Essen. Am dritten Tag haben wir uns den Jeep geschnappt und sind nach ZentralLombok gefahren zu einem Nationalpark. Vorbei an leeren weißen Traumstränden, steilen Klippen, gechillten Affen auf Leitplanken, Reisfeldern bis in Bergdörfer. Dort haben wir dann angehalten. Ayu kannte natürlich den Bergführer. So sind wir dann in eine traumhaft bewachsene Berglandschaft gewandert vorbei an Wasserfällen. Bis zu dem größten Wasserfall. Sehr beeindruckend (siehe Bilder). Haben dort ein wenig Rast gemacht, gebadet. Dann gings auch schon zurück hat aber länger gedauert als es sich anhört. Am nächsten Tag habe ich meine Reise allein fortgesetzt und zwar nach Gili Trawangan. Die Gilis sind eine Inselgruppe nach Lombok. Und der schönste Abschnitt des Urlaubs. Bin also in Mataram ( der Hauptstadt Lomboks) in ein Bemo eingestiegen, das nach Bangsal fuhr (kleiner Fischerhafen für Fahrten nach Gili). Das Bemo ( Bemos sind typische Kleinbusse für öffentlichen Verkehr in Indonesien) hatte die Maße eines Van. Sitze für 7, 8 Leute. Doch am Ende saßen wir mit 16 Leuten, Hühnern, Reissäcken und Sack und Pack auf dem Dach verschnürt in jenem Bemo. Bereits nach 10 Leuten dachte ich jetzt sei langsam Schluss, doch der Fahrer dachte gar nicht daran und lud unentwegt Leute zu. So schnaufte sich das Bemo durch den Dschungel und hielt alle 20 Minuten an um den Motor zu kühlen und Ladung neu zu vertauen. Sehr geil. Und die Leute haben unentwegt geklönt oder gepennt. Und ich habe einen netten Kerl kennen gelernt der auf Gili arbeitet. An den habe ich mich dann gehalten, als es weiterging. Denn das Bemo hielt etwa 5 Kilometer vor dem Hafen. Den Rest des Weges wurde mit Pferdekutsche fortgeführt. Dann am Hafen angekommen haben wir uns ein Fischerboot klargemacht und sind in einer halben Stunde übergesetzt nach Gili Trawangan eine der Inseln. Diese Insel war das traumhafteste Fleckchen Erde, das mir bisher untergekommen ist. Weißer Strand und unbeschreibliches Wasser. Von Türkis bis Himmelblau. Fotos sind Selbsterklärend und doch nur die halbe Wahrheit. Dort habe ich mir Schnorchelausrüstung besorgt und habe mir die Korallenriffe angekuckt. In allen Regenbogenfarben. Und Fische in allen möglichen wunderschön fluoreszierenden Farben. Bin auch zwischen etwa 2 Meter großen Schildkröten geschwommen. Und einen Oktopuss habe ich gesehen. Einfach ne geile Zeit. Konnte leider nur 3 Tage dort bleiben. Habe dort auch 2 nette Deutsche! kennen gelernt. Mit denen bin ich dann zurück zu meinem Ausgangspunkt Kuta. In Padang Bai (dem Hafen in Bali) haben wir dann Bekanntschaft mit der hiesigen Transport Mafia gemacht. Wir wollten in ein öffentlichen Bus einsteigen, doch das wollten die Transporteure dort nicht. Sie wollten Kohle mit uns machen. Also sind wir zu einem kleinen Laden und wollten uns ein Taxi bestellen, das bedeutend billiger gewesen wäre. Die nette Frau in diesem Laden hat uns dann auch eins bestellt. Doch nach einiger Zeit kamen die Transporteure oder Mafiosi zu dem Laden und haben die Frau zugelabert und scheinbar zu Tode geängstigt. Auf jeden Fall bat uns diese Frau, doch mit jenen Leuten zurück nach Kuta zu fahren, da sie sonst ernsthafte Probleme bekäme. Das haben wir dann auch gemacht, zu einem Preis der dem des Taxis dann doch vergleichbar war. Uns ging es zu dem Zeitpunkt dann eher ums Prinzip. Naja, seis drum. Wir sind dann abends wieder in Kuta gewesen. In den letzten zwei Tagen habe ich es mir dann noch gut gehen lassen schwer in die Nacht gefeiert und mir Tanah lot angeschaut. Das ist ein relativ berühmter Tempel auf einem Felsen im Meer. Leider konnte ich davon keine gescheiten Fotos machen da es schon zu dunkel war. Dort habe ich mir noch eine schöne Tasche, geschnitzt aus einer Kokosnussschale, gekauft und bin tagsdrauf wieder nach Surabaya geflogen. Beladen mit einer Menge an sehr schönen Erinnerungen. Ein tolles Stück Erde, dass ich da gesehen hatte. Leider hatte ich es zeitlich nicht mehr geschafft nach Komodo über zu setzten um diese berühmten Komododrachen mal in real zu sehen. Ejal et war jeil.








EIn Affe, der am Wegesrand chillt.
















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