Indonesia-traveler
Monday, July 23, 2007
Thursday, January 25, 2007
Malaysia und Kambodscha
So liebe Leute. Habe mit einem grossen weinenden Auge meine Buddies in Indonesien verlassen und mich nach Malaysia aufgemacht. Eigentlich nur um einen Transit nach Vietnam zu kriegen. Jedoch war mein Pass ein paar Tage unter den vorgeschriebenen 6 Monaten zur Einreise in beinahe jedes Land der Erde. Also habe ich unfreiwilligen Zwischenstopp in Kuala Lumpur, Malaysia gemacht und bei der deutschen Botschaft einen neuen Pass beantragt. Ging seh unkompliziert und schnell. War bei netten Freunden unter, die ich in Indonesien kennegelernt hatte, die aber hier in Malaysia wohnen. Dann habe ich mich aber entschlossen erstmal nach Kambodscha zu fliegen. Hat einen praktischen Hintergrund. Nur hier kann ich mir ein Visum fuer Vietna besorgen. Dass werde ich morgen machen. Und ausserdem Angkor Wat besuchen, diese legendaere und Weltgroesste Templeanlage Nahe Siem Reap. Das wird soo cool. Kambodscha hat bios jetzt einen wunderbar fereundlichen Eindruck auf mich hinterlassen. Die Menschen sind sehr nett und aufgeschlossen. Malaysia war so lala. Etwas strange. Also time is runnning and you gotta catch it... oder soo
Sunday, December 24, 2006
Schwupps
Hallo Ihrs. Wollte nur mal euch allen ein schoenes, wenn auch wahrscheinlich nicht weisses Weihnachten wuenschen. Bei mir ist es etwas schwer mit dem Feiern. Bin in einer muslimischen und sehr, sehr netten Familie in Borneo unter. Habe mir gestern uebrigens nen kleinen Sonnenbrand auhm Arm zugezogen vom "Arm ausm Fenster baumeln lassen". Naja Also, labt euch am reichhaltigen Buffet, erholt euch vom Einkaufsstress, bereitet euch auf den Umstauschstress vor und ueberhaupt. Ich chille derweil....
Monday, December 18, 2006
Ein Abend mal anders
Du stehst in einem nobelverziertem, grossflaechigem Raum, der nur spaerlich mit Menschen gefuellt ist. Blitze zucken und Stroboskoplichter, die gruene, blaue und rote Pfeile scheinbar wahllos durch den Raum jagen, zwingen deine Iris zu gewagten Ausweichmanoevern. Ohnehin kaempfst du mit deinem, durch Schweiss an den Koerper geklebten T-Shirt, wie nach der 11ten Runde eines Boxkampfes. Tribut an das Klima, denkst du. Tatsaechlich bist du lange nicht mehr laenger als 5 km gelaufen. Dies haengt zum Einen mit dieser tropischen Hitze zusammen und zum Anderen mit dem Umstand, jede noch so kleine Strecke gefahren zu werden, als ginge es darum die letzten Tage dieses Planeten im beissenden Qualm des vermeintlichen Fortschrittes zu ersticken. Heute jedoch musstest du laufen, nicht als ginge es um dein Leben, nein, eher in der Traegheit eines Reptils, das auf einem Stein lungert in froher Erwartung der ersten waermenden Sonnenstrahlen des anbrechenden Tages. So bewegstest du dich auf die Rungkut zu, einer nicht alzu enfernten Schnellstrasse. Auf dem Weg hoertest du unentwegt “Misterrrrrrr!” als gaebe es fuer jeden Ausgesprochenen 1000 Rupiah zu verdienen. Du stelltest dich an den dunklen Strassenrand in froher Erwartung auf das Bemo, diesen oeffentlichen Kleinbus, der zu jeder Tag- und Nachtzeit vollgestopfter mit Menschen ist, als die BILD mit grobem Unsinn, und doch jede Fahrt das Abenteuer verspricht, das du dir hier wuenschtest. Nachdem du dich durch die 1m x 50cm kleine Oeffnung in die klaustrophobische Enge des Bemos begeben hattest und deinen allzubreiten Hintern auf eine dieser kleinen Pritschen quetschtest verspuehrtest du ein merkliches Gefuehl von Zufriedenheit. Neben dir eine, in bunte Tuecher geschlungene, rundleibige Frau, die sich an ihre Einkaeufe klammert, dir gegenueber ein buddhistisch zufrieden dreinblickender Strassenmusiker mit Zaehnen so gross wie die eines ausgewachsenen Saebelzahntigers und einer Gitarre, die noch aus Bob Dylans Anfangstagen stammen koennte. So rastest du wahnwitzig schnell durch die naechtliche Stadt gen Zentrum. Und nun stehst du hier, leicht verloren, in dieser ganz anderen Welt. Auf der Buehne wird gerade ein Malayische Band angesagt. Du bestellst dir ein kuehles Bier. Angeregt lauschst du dieser Band, deren Musik dir vorkommt als sei es das Baby von Vaeterchen Radiohead und Muetterchen Muse, die mal ins Bett gestiegen sind ohne ueber Verhuetung nachzudenken. Es gefaellt dir! Solange bis du von einem Freund zwei Knalltueten vorgestellt wirst. Freundlich wie du bist initiierst du ein Gespraech waehrend dem du aber sehr schnell festellst, dass du deine Zeit weit unter Wert verhoekerst. Waehrend jeder rednerischen Pause, in der du dich verzweifelt wieder der Band zuwendest, fragst du dich was fuer eine bloede Frage sie sich als naechstes ausdenken um dich zu nerven. Mit einem fiktiven Gang auf Toilette entziehst du dich der Quasselei. Auf dem Weg zurueck wirst du Kumpels treffen, mit denen du den Rest des Abends verbringst. Wieder draussen angelangt, schwingst du dich, angeheitert durch die gute Musik des Abends, in den nicht entfernt parkenden, alten Jeep deines Kumpels, in dem du dir immer vorkommst du wuerdest gerade einem feuerroten Ball hinterher jagen, der mit der endlosen Weite der Sahara zu verschmilzen scheint, so sehr errinert er dich an einen Jeep mit dem die Wueste zu durchqueren sich lohnte. Doch in diesem Moment rollt ihr eher durch ein staehlernes, uebel Abgas geschwaengertes Meer von anderen Jeeps, asiatischen Kleinwagen und hupenden Rollern. Nach etwa einer Stunde haltet ihr an der Strasse und macht es euch in einem, mit einer Plastikplane ueberdachten, Bretterverschlag, gemuetlich. Du bestellst einen Kopi, diesen Kaffee der mehr Zucker zu enthalten scheint als jenes schwarze Gold, aber ausgezeichnet schmeckt, als es Wolkenbruchartig anfaengt zu schuetten. Das alles um uns herum wegzuschwimmen scheint wird eher mit Desinteresse als mit Aufregung aufgenommen. Immer wenn die Plane sich bedrohlich absenkt und zu bersten droht, sticht der Inhaber routiniert mit einem Stock darunter und der Regen laeuft literweise ab. Den Rest der Nacht verbringt ihr damit auf einen 10cm x 10cm Schwarz/weiss Fernseher zu starren. Es laeuft ein chinesischer Trashfilm. Du fuehlst dich selig!
Monday, December 04, 2006
Kommentare
Hallo Leute. Aus heiterem Himmel muss ich auf einmal die Kommentare bestaetigen. Donno Y? Keine AHnung warum? Das habe ich jetzt auf jeden Fall gemacht und hiermit bedanke ich mich auch fuer die netten Gruesse. Achja bezueglich Schlammlawinen und Explosionen in Sidoarjo, Naehe Surabaya. Das bekommt man hier nicht mit. Was eine halbe Stunde entfernt ist, interessiert die algemeine Meinung nur noch wenig. Uebrigens war meine Meldung ueber die Regensaison voreilig. Es giesst alle 2, 3 Tage mal, aber das ist nicht die Regenzeit, die man hier als solche bezeichnet. Ueberdies ist die Saison laengst ueberfaellig. Theoretisch haette es schon Anfang November anfangen muessen. Man nimmt allgemein an, dass Schamanen den Regen hier aufhalten damit eben dort in Sidoarjo kein Natur- und menschliches Desaster entsteht.. Also bis denne
Monday, November 27, 2006
Regen und Tausendfuessler
Gestern hat hier wohl offiziel die Regensaison angefangen. Gegen 12 Uhr hat es so dermassen angefangen zu regnen dass spontan mal der Strom ausgefallen ist und die ganze Stadt im Dunkeln lag. Nicht, dass beinah alle 2 Wochen der Strom mal fuer ein paar Stunden ausfallen wuerde. Aber die Gleichzeitigkeit der Ereignisse, Korrelation im adequaten Fachterm, LOOL, war so lustig. Heftiger Regen und direkt baaammm alles Dunkel. Naja werd ich mich wohl jetzt dran gewoehnen muessen. Es ist auch schlagartig viel tropischer hier, da es immer noch schweineheiss ist aber eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit da is. Bin uebrigens letztens von einem Tausendfuessler aufgeweckt worden. Der hat mich doch tatsaechlich uebelst schmerzhaft gebissen. Wusste garnicht, da die so zubeissen koennen. Er hat sich wohl darueber pickiert, dass er das Bett mit mir teilen muss. Naja man lernt halt nie aus. Bis neulich...
Monday, November 20, 2006
Sommer
Hier wird es übrigens langsam Sommer ... Ja auf der südlichen Hemisphäre ist ja alles umgekehrt nech. Das heißt es ist durschnittlich um die 41, 42 Grad. Hehe. Viel Spaß beim frieren. Grüße
Photos und Videos
Photos und Videos werden mit der Zeit nach und nach kommen. Es dauert soo ewig, die hochzu laden. Und vor allem zu Bali habe ich ja so viele. Greetz Romeng P.S. Wenn ihr euch die Videos ankuckt, macht die Kiste ordentlich leise, denn die Videos sind aus irgendnem Grunde super laut und ordentlich verzehrt. Sorry for the inconvenience.
Bali und Co.
Yuhuuu. Roman fliegt nach Bali. Nicht ohne Vorkehrungen zu unternehmen. Ein netter Kumpel von mir, der aus Bali kommt hat dort Freunden bescheid gegeben, das ein Bule kommt und sie doch bitte ein Auge auf mich werfen sollen. So wurde ich also am Flughafen von Agatha abgeholt. Sie lebt in Denpasar (Hauptstadt von Bali) und arbeitet in Kuta (Hauptvergnügunsmeile auf Bali). Sie hatte mir auch schon eine billige Unterkunft in Kuta besorgt wo Sie mich dann untergebracht hat. Abends ein paar Flaschen Bier am Strand gezischt. Kuta ist wie gesagt eher touristische Vergnügungsmeile und Landschaftlich nicht besonders attraktiv. Übrigens auch der Ort an dem 2002 die Bombe hochgegangen ist. Habe also die ersten 3 Tage dort tagsüber am Strand gechillt mir die Sonne auf den Wanst scheinen lassen, abends gefeiert und überhaupt Gott nen lieben Mann sein lassen. Nach 3 Tagen wurde es mir dann doch zu bunt und musste raus. Wenn man den Touris da in die Augen sieht wird mir immer klarer, dass Pauschalurlaub für mich nichts ist. Zumindest nicht bevor Ich alt, dick und Monetenschwer bin Hahaha. Verbringen den Urlaub in ihren Liegen und abends das obligatorische Restaurant mit leerem, gelangweilten Blick. Und das auf dieser aufregenden, paradiesischen Insel. Naja, jede Jeck is anders wa. Habe mir also Agathas Kollegin (Ayu) und ihr Moped geschnappt und bin nach ZentralBali geheizt. Genauer gesagt nach Ubud. Haben uns dann bei ihrer Familie einquartiert. (Siehe Fotos). Balinesisches Haus mit eigenem Buddhistischen Tempel. Habe dann meine ersten Balinesischen Wörter gelernt. Suksema bli (Danke Bruder). In Indonesien spricht man bekannte und unbekannte Menschen in vier Versionen an. Mbak ( Schwester, jüngere Frauen), mbuk (Mama, ältere Frau), mas (Bruder, jüngerer Mann oder Kumpel), mpak (Papa, älterer Mann). An den Bedeutungen merkt man, dass es ein sehr kollektivistisches miteinander ist. Irgendwie ist jeder ein Bruder oder ne Mama. Daneben gibt es aber etwa 150 Regional Sprachen in Indonesien. Bli ist das pendant zu mas in Bahasa Bali (der Sprache in Bali). Soviel in der Kürze. In und Ubud gibt es eine wahnsinnige Landschaft. Unmengen von wunderschönen Reisfeldern. Und fast jede Strasse hat einen eigenen Buddhistischen Tempel. Das gilt übrigens für Bali generell. Bin dann mit dem Bruder von Ayu tagsdrauf in und um und Ubud herum gefahren. Auch zu einem richtig fetten Tempel. Da habe ich mich dann in einen traditionellen Rock geschmissen. Um nicht aufzufallen, Haha. Und habe einen traditionellen Markt in Ubud besucht. Dort habe ich mich dann mit schönen Ketten versorgt. Eine ist mittlerweile schon kaputt. Naja, schade drum. Und Bananen habe Ich gegessen. Wahnsinnanen besser gesagt. Eher klein aber jetzt ich wie diese gelben krummen Dinger wirklich schmecken. Traumhaft süß. Einfach lecker. Wiederum tags drauf bin ich dann mit Ayu nach Lombok gereist. Wir sind mit dem Moped nach Padang Bai. Der Hafen um von Bali nach Lombok zu fahren. Ab auf die Fähre und los gings. Punkt 12 Uhr habe ich dann meinen Geburtstag auf eben jener Fähre gefeiert. Es war so unspektakulär, dass ich es beinah vergessen hätte. Habe mir einen Kaffee gegönnt, denn es war ziemlich windig und relativ kühl auf der Fähre. Dann in der Nacht einelaufen in Lombok. Hatte ein gutes Gefühl in den Armen. Immer wenn ich Vorfreude habe kribbelt es in den Armen. War irgendwie selig auf der Fähre. Der Papa von Ayu, der in Lombok wohnt hat uns dann mit seinem Jeep abgeholt. Am nächsten Tag war Idul Fitri. Die Woche nach Rammadhan wird sehr ausgiebig gefeiert. Man besucht seine Familie. Meißtens das älteste Familienmitglied. Naja auf jeden Fall habe ich in den nächsten zwei Tagen sehr viele Leute mit Ayu und deren Vater auf Lombok besucht. Und überall gabs lecker und viel zu viel traditionelles Essen. Am dritten Tag haben wir uns den Jeep geschnappt und sind nach ZentralLombok gefahren zu einem Nationalpark. Vorbei an leeren weißen Traumstränden, steilen Klippen, gechillten Affen auf Leitplanken, Reisfeldern bis in Bergdörfer. Dort haben wir dann angehalten. Ayu kannte natürlich den Bergführer. So sind wir dann in eine traumhaft bewachsene Berglandschaft gewandert vorbei an Wasserfällen. Bis zu dem größten Wasserfall. Sehr beeindruckend (siehe Bilder). Haben dort ein wenig Rast gemacht, gebadet. Dann gings auch schon zurück hat aber länger gedauert als es sich anhört. Am nächsten Tag habe ich meine Reise allein fortgesetzt und zwar nach Gili Trawangan. Die Gilis sind eine Inselgruppe nach Lombok. Und der schönste Abschnitt des Urlaubs. Bin also in Mataram ( der Hauptstadt Lomboks) in ein Bemo eingestiegen, das nach Bangsal fuhr (kleiner Fischerhafen für Fahrten nach Gili). Das Bemo ( Bemos sind typische Kleinbusse für öffentlichen Verkehr in Indonesien) hatte die Maße eines Van. Sitze für 7, 8 Leute. Doch am Ende saßen wir mit 16 Leuten, Hühnern, Reissäcken und Sack und Pack auf dem Dach verschnürt in jenem Bemo. Bereits nach 10 Leuten dachte ich jetzt sei langsam Schluss, doch der Fahrer dachte gar nicht daran und lud unentwegt Leute zu. So schnaufte sich das Bemo durch den Dschungel und hielt alle 20 Minuten an um den Motor zu kühlen und Ladung neu zu vertauen. Sehr geil. Und die Leute haben unentwegt geklönt oder gepennt. Und ich habe einen netten Kerl kennen gelernt der auf Gili arbeitet. An den habe ich mich dann gehalten, als es weiterging. Denn das Bemo hielt etwa 5 Kilometer vor dem Hafen. Den Rest des Weges wurde mit Pferdekutsche fortgeführt. Dann am Hafen angekommen haben wir uns ein Fischerboot klargemacht und sind in einer halben Stunde übergesetzt nach Gili Trawangan eine der Inseln. Diese Insel war das traumhafteste Fleckchen Erde, das mir bisher untergekommen ist. Weißer Strand und unbeschreibliches Wasser. Von Türkis bis Himmelblau. Fotos sind Selbsterklärend und doch nur die halbe Wahrheit. Dort habe ich mir Schnorchelausrüstung besorgt und habe mir die Korallenriffe angekuckt. In allen Regenbogenfarben. Und Fische in allen möglichen wunderschön fluoreszierenden Farben. Bin auch zwischen etwa 2 Meter großen Schildkröten geschwommen. Und einen Oktopuss habe ich gesehen. Einfach ne geile Zeit. Konnte leider nur 3 Tage dort bleiben. Habe dort auch 2 nette Deutsche! kennen gelernt. Mit denen bin ich dann zurück zu meinem Ausgangspunkt Kuta. In Padang Bai (dem Hafen in Bali) haben wir dann Bekanntschaft mit der hiesigen Transport Mafia gemacht. Wir wollten in ein öffentlichen Bus einsteigen, doch das wollten die Transporteure dort nicht. Sie wollten Kohle mit uns machen. Also sind wir zu einem kleinen Laden und wollten uns ein Taxi bestellen, das bedeutend billiger gewesen wäre. Die nette Frau in diesem Laden hat uns dann auch eins bestellt. Doch nach einiger Zeit kamen die Transporteure oder Mafiosi zu dem Laden und haben die Frau zugelabert und scheinbar zu Tode geängstigt. Auf jeden Fall bat uns diese Frau, doch mit jenen Leuten zurück nach Kuta zu fahren, da sie sonst ernsthafte Probleme bekäme. Das haben wir dann auch gemacht, zu einem Preis der dem des Taxis dann doch vergleichbar war. Uns ging es zu dem Zeitpunkt dann eher ums Prinzip. Naja, seis drum. Wir sind dann abends wieder in Kuta gewesen. In den letzten zwei Tagen habe ich es mir dann noch gut gehen lassen schwer in die Nacht gefeiert und mir Tanah lot angeschaut. Das ist ein relativ berühmter Tempel auf einem Felsen im Meer. Leider konnte ich davon keine gescheiten Fotos machen da es schon zu dunkel war. Dort habe ich mir noch eine schöne Tasche, geschnitzt aus einer Kokosnussschale, gekauft und bin tagsdrauf wieder nach Surabaya geflogen. Beladen mit einer Menge an sehr schönen Erinnerungen. Ein tolles Stück Erde, dass ich da gesehen hatte. Leider hatte ich es zeitlich nicht mehr geschafft nach Komodo über zu setzten um diese berühmten Komododrachen mal in real zu sehen. Ejal et war jeil.
EIn Affe, der am Wegesrand chillt.















Grebeg Sahur
Am 15 Oktober haben sind etwa 40 oder 50 Studenten von der Psychologie Fakultät getroffen. 15 Oktober? Achja! Mitten im Rammadhan. Das Weihnachten der Muslime. Wird kommerziell, medial ebenso maßlos ausgeschlachtet. Naja, das nur nebenbei. Während des einmonatigen „Events“ wird also von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang weder gegessen noch getrunken. Auch nicht gestritten, Sex gehabt oder ähnliche Dinge. Außerdem endlos gebetet. Grundsätzlich betet der Muslim ja 5 mal am Tag. Morgens gegen 4, um 11.30, um 14.30, um 17.30 und um 19 Uhr. Man will ja auch was lernen wenn man einen Blog liest ne. Und da man Tagsüber nicht essen kann wacht man während des Rammadhan etwa gegen halb 3, 3 Uhr auf und geht essen. (Habe ich übrigens auch gemacht, nur dass ich um diese Zeit meißtens sowieso noch wach war.) Diese Mahlzeit wird Sahur genannt. Und was haben wir jetzt damit am Hut? Jedes Jahr organisieren die Studenten der Psycho-Fakke also einen Grebeg Sahur (Essens-Spende für das Sahur/Nachtmahlzeit). Jeder Teilnehmer und alle die es wollen spenden etwas Geld und man kauft Essen. Etwa 100 bis 200 Portionen. Dann haben wir uns abends gegen 6 versammelt und erstmal gegessen. Dann wird geklönt und gegen 8, 9 Uhr geht’s los. Wir sind mit etwa 15 Autos durch die Stadt gefahren und haben jedem der bedürftig aussah eine Mahlzeit gegeben. Das hat etwa 2 bis 3 Stunden gedauert und war eine lustige Autokolonne. Ziel war ein Mädchenwaisenhaus. Im Versammlungsraum haben wir dann Teppiche ausgelegt und Essen und Trinken für alle verteilt. Um halb 3 haben die Mädels von uns dann die Mädchen aufgeweckt. Großes Trara und um 3 waren dann alle im Raum versammelt. Erstmal wurde gebetet und dann gegessen. Dann geklönt und dann noch Gruppenfotos geschossen. Und als die Mädels meinen Namen wussten und ich einige meiner Java Sprachfetzen zu Beweis gestellt hatte waren alle Dämme gebrochen. Ich war nicht mehr Roman Grochol sondern Robbie Williams. Im Übertragenen Sinne natürlich. Die Mädels wurden völlig hysterisch, haben geschrien und an mir gezerrt. Echt lustig. Gegen 5 haben wir Sack und Pack wieder in den Autos verstaut und sind zur Masjid Agung Al-Akbar gefahren. Die größte Moschee in Ost Java. Echt beeindruckend und so früh morgens trotzdem so lebhaft wie ein Ameisenstaat. Ich habe mich auch mal reingeschlichen. Sehr beeindruckend von innen. Riesige wunderschön ausgeschmückte Hallen. Zwei Teile. Hinten Tausende in weiß eingeschleierte Frauen und vorne die Männers. Schön patriarchalisch das Ganze. Während des Gebets wurde ich dann jedoch höflich aufgefordert die Moschee zu verlassen. Habe dann also draußen mit den wenigen Christen aus unserer Truppe gewartet. Gegen 6 sind wir dann alle völlig erschossen in verschiedene Richtungen nach Hause gebrettert. War ein schönes Erlebnis.
assaLamuallaikum (gesprochen Sallam Malaikum, dürfte einigen ja doch bekannt sein)


Photo Shooting
Anfang Oktober hatte ich mein erstes Foto shooting. Und zwar erstellt die Uni gerade eine Cd zusammen um sie Interessenten, Investoren, Offiziellen oder zukünftigen Studenten auch aus dem Ausland zu geben zum Zweck die Uni zu repräsentieren. Diese Cd enthält Fotos und Videos von Professoren von Unigebäuden und alles was einem an einer Uni interssieren kann … und jetzt auch MICH. Hehe. Ich wurde also gefragt, ob sie ein paar Fotos von mir machen können und auch ein Video. Denn als Austauschstudent kann ich natürlich den internationalen Flair der Uni optimal unterstreichen. Also haben sie mich und ein Mädel vom international office auf den Kampus gepackt und uns irgendwelche Unterlagen in die Hände gedrückt. Wir sollten ein unbefangenes Gespräch über eben jene, mir bis jetzt unbekannten Unterlagen führen. Gesagt getan. Heraus gekommen sind ein paar ganz nette aber doch offizielle Fotos. Et voilà.

Hier kuck ich voll geil. Hääää
Fotos und Videos von meinem Zuhause
Habe mir auch mal die Zeit genommen um ein paar Fotos und Videos von meinem Zimmer as well as meinem Studentenhaus zu schießen, filmen, machen. Ihr seht also mein Zimmer auf dem ersten Stock. Inklusive Kamar Mandi ( Badezimmer). Außerdem habe ich ein Video vom Erdgeschoss und eins vom dritten Stock mit Balkon gefilmt. Have fun


Malang
Ende September bin von ich einer Studentenorganisation hier eingeladen worden um mit ihnen, etwa 40 Leute, nach Malang zu fahren. Das ist eine kleinere Stadt etwa 3 Stunden von Surabaya. Der Grund war um neue Mitglieder zu integrieren. Und wie integriert man am besten neue Mitglieder? Indem man ein Wochenend-Fun-Seminar, auf Neudeutsch Outbound, veranstaltet. Man wird also mit der ganzen Bande in den „Dschungel“ gefahren, schläft auf hartem Boden mit alle Mann zusammen und macht tagsüber Spielchen. Zum Beispiel durch einen Fluss waten, oder mit verbundenen Augen durch ein Labyrinth sausen oder versuchen ohne Einsatz der Hände einen mit Wasser gefüllten Luftballon zu tragen (siehe Video). Hätte nie gedacht, dass mir das soviel Spaß macht, hat es aber! Es war ein richtig lustiges Wochenende und ich hab wieder viele neue Leute kennen gelernt. Wir sind also Samstags morgens an der Uni in einen Bus gestopft worden und los gings. Eine 2 Stunden Fahrt hat dann knapp Stunden gedauert. Denn die gute Strasse ist wegen der Schlamm-Flut in Sidoarjo nahe Surabaya völlig unbrauchbar geworden. Diese Schlammflut ist euch vielleicht bekannt durch die Medien in Europe. Da hat der nette Sohn des ehemaligen Präsidenten Indonesiens Soeharrto nach Öl bohren wollen und was da rauskam war nicht schwarzes Gold sondern Unmengen brauner Schlamm. Ein ökologisches und ökonomisches Desaster. Tausende Familien mussten zwangsevakuiert werden. So wurde mir es jedenfalls beschrieben. So kamen wir nachmittags in Malang an. Ein paar halbfertige Betonbuden in einer Dschungelähnlichen Umgebung. Und in der größten haben wir dann alle unser Lager aufgeschlagen. Ohne Fenster. Das sollte uns dann in der Nacht beschäftigen. Denn Nachts war es im höher gelegenen Malang doch sehr kühl. Ich hatte damit aber keine Probleme dank Rene, der mir sein Schlafsack geliehen hat. Ich war also als einziger gut ausgerüstet. Deutsche sind halt immer auf alles vorbereitet, hehe. Aber an richtigen Schlaf war sowieso nicht zu denken. Man kann sich sicher noch an die Schulfahrten erinnern. Nur dass man nicht mit 4 oder 5 Leuten auf einem Zimmer liegt sondern mit 40. Entsprechend „gesprächig“ war die Nacht. Kennen-lern-spielchen (Saya nama Roman. Akku 24 years old, akku dari Jerman dan akku Bule Gila … wahnsinniges Gelächter / Mein Name ist Roman, 24 Jahre alt aus Deutschland und ein verrückter Bule) wurden gespielt und ein dickes Feuer, mit Hilfe von Unmengen von Spiritus, entzündet. Am nächsten Morgen gings früh raus und unter die „Dusche“. Scheisse, Wasser das maximal 13 Grad hatte. Aber das warme Mandi bekommt man ja nirgends. Nur hier in Surabaya hat das Wasser wenigstens noch humane 18 oder 19 Grad. Und dann eben beschriebene Spielchen. Durch den Bach waten, oder diverse Augen verbinden und irgendwas machen. Hat schon Böcke gemacht. Und nachmittags wurde ein Geburtstag gefeiert. Geburtstag feiern hat hier traditionell dreckige Züge. Das Geburtstagskind wird mit allen möglichen Sachen beworfen. In unserem Fall mit Litern von Wasser eingeseift und mit mindestens nem halben Kilo Mehl abgeschmeckt. Dann kam auch schon wieder der Bus. Der wollte uns aber nicht nach Hause bringen wenn wir nicht Mehr bezahlen als zuvor abgesprochen. Welcome to Indonesia. Hehe.